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Die lieben alten Kaffee-Mythen und 3 Fakten dazu

Für den gelungenen Start in den Tag gehört für die meisten von uns eine duftende Tasse Kaffee einfach dazu. Das aromatische Heißgetränk wird bereits seit Jahrhunderten rund um die Welt bei vielen Gelegenheiten konsumiert. Daher ist es wohl kaum erstaunlich, dass sich um den lieben Kaffee gerne so manche Mythen ranken. Aus diesem Grund haben wir hier für euch 3 der beliebtesten Mythen rund um den Kaffee zusammengestellt, damit ihr erfahren könnt, ob an den Gerüchten etwas Wahres dran ist.

 

1. Kaffee ist ein gutes Kater-Mittel

Auch wenn das Koffein in eurem Kaffee nach einer durchgemachten Nacht durchaus anregend wirkt und eine Tasse Kasse euch kurzfristig gesehen einen kleinen Energie-Schub liefert, sodass ihr euch mitunter etwas frischer fühlt, so fördert Kaffee allerdings nicht den Koffein-Abbau im Körper. Zwar kann Kaffee positiv gegen die Kopfschmerzen wirken, er beschleunigt aber nicht den Abbau von Koffein im Körper. Somit ist die pauschale Aussage, dass Kaffee ein gutes Kater-Mittel ist, falsch.

 

2. Im Vergleich zu Filterkaffee enthält Espresso mehr Koffein

Zum einen hängt der Koffeingehalt eures Kaffees von der Kaffeesorte ab, die ihr wählt, und auch von der Brühdauer. So enthält Robusta etwa zwei- bis dreimal so viel Koffein wie Arabica. Bei der Espressozubereitung durchläuft das Wasser das Mehl in etwa 30 Sekunden. Wenn ihr Filterkaffee zubereitet, so dauert der Kaffeemehl Wasser Kontakt gute 2 bis 3 Minuten. Wegen der vergleichsweise geringen Wassermenge und der schnellen Extraktion können sich bei der Zubereitung eines Espressos nur wenige Säuren sowie Koffein lösen – wenn man das mit dem Filterkaffee vergleicht. Es ist also eine falsche Behauptung, dass der Espresso mehr Koffein enthält als der Filterkaffee. Auch wenn das subjektive Empfinden durchaus täuschen kann – der Espresso schmeckt meist intensiver, da sich hier mehr Aromen lösen. Dennoch sollte man sich von diesem Geschmack nicht täuschen lassen.

 

Die lieben alten Kaffee-Mythen und 3 Fakten dazu

Die lieben alten Kaffee-Mythen und 3 Fakten dazu

 

3. Kaffee hilft bei der Verbesserung der Gedächtnis-Leistung

Kaffee kann wohl tatsächlich dazu beitragen, die Leistung eures Gedächtnisses positiv zu beeinflussen. Genau das fand eine Studie der amerikanischen John Hopkins Universitiy   im Jahr 2014 heraus. So wurde festgestellt, dass Koffein sich durchaus positiv auf das Langzeitgedächtnis auswirkt. In einem Versuch haben die Probanden nach 5 Minuten, nachdem sie eine Zahl von Bildern intensiv betrachtet haben, entweder eine 200 mg Koffein Tablette oder ein Placebo verabreicht bekommen – bei den Probanden handelte es sich um Personen, die keine regelmäßigen Kaffee-Trinker waren. Beide Probanden-Gruppen mussten am nächsten Tag ihre Fähigkeiten beweisen, inwiefern sie die Bilder des Vortages wiedererkennen konnten. Bei diesen Bildern handelte es sich allerdings nicht ausschließlich nur um Bilder des Vortages. Es gab nun auch neue Bilder oder Bilder mit Motiven, die denen des Vortages lediglich ähnelten. Es stellte sich heraus, dass durchaus mehr Teilnehmer der Koffein-Gruppe die richtigen Bilder erkannten bzw. die falschen Bilder nicht als richtige deutete – im Vergleich zur koffeinlosen Gruppe. Die Forscher schlussfolgerten, dass es sich um eine tiefere Ebene der Merkfähigkeit handelt, wenn das Gehirn den Unterschied zwischen zwei ähnlichen, aber nicht identischen Elementen erkennen kann. Diese tiefere Ebene der Merkfähigkeit wird durch Koffein positiv beeinflusst.

 

Wie ihr seht, ist nicht jeder Mythos ein Märchen wie das vom Einhorn. Es gibt doch tatsächlich Kaffee-Mythen an denen etwas Wahres dran ist.

Bild:

Pixabay, CC0 Public Domain, Shixugang



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